
Mark Mobius gehörte zu den Vorreitern bei Investments in den Entwicklungs- bzw. Schwellenländern, auch als Frontier Markets bzw. Emerging Markets bezeichnet.
Der Deutsch-Amerikaner, der zuletzt in Singapur lebte, begann Mitte der 60er Jahre sich mit den Schwellenländern zu beschäftigen, zunächst als Marktforscher, dann als Börsenanalyst in Hongkong.
Im Jahr 1986 wurde die Investmentgesellschaft Templeton auf ihn aufmerksam und beschäftigte ihn u.a. als Fondsmanager für den Templeton Emerging Markets Fonds, den er bis ins hohe Rentenalter managte. Mark Mobius war ständig auf Reisen und auf der Suche nach interessanten Investments, teils mehr als 250 Tage im Jahr besuchte er Firmen und sprach mit Unternehmenslenkern, ein Handwerk, das in heutigen Zeiten von ETF und Indexfonds immer weniger Beachtung findet. Selbst nachdem ihn Templeton in Rente geschickt hatte, war für Mobius der Ruhestand keine Option, er gründete 2018 mit 82 Jahren noch seine eigene Investmentboutique Mobius Capital, deren Fonds teilweise auch in Deutschland erhältlich sind.
Lesenswert auch seine zahlreichen Bücher, wie sein bekanntes Werk „Passport to Profits“, in denen er beschreibt, warum Investments in den Schwellenländern so lukrativ sein können und welche Risiken sich verbergen. Mark Mobius ist leider kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorben, seine Anlageideen leben weiter.
