Merkwürdige Rating-Urteile von Finanztest und Co.

Wer zuletzt die Presse aufschlug, rieb sich manchmal verwundert die Augen, wenn z.B. die höchst verschuldete Stadt Deutschland das beste Rating AAA erhalten hatte. Die Agentur Scope vergab vor kurzem an Berlin ein AAA-Rating. Offenbar geht man davon aus dass die restlichen 80 Millionen Bürger für die Stadt Berlin mit ihren Steuern für die Hauptstadt haften, für die Stadt die für die Brandenburger Arbeitnehmer die in die Stadt pendeln nicht einmal einen Kindergartenplatz zur Verfügung stellt.

Eine andere Agentur vergab beim Test von Riester-Renten und Rentenversicherungen an mehrere Versicherungen die Bestnote sehr gut, obwohl die Versicherungen mit einer Rendite von etwa 1,5% nicht einmal die Inflation verdienen. Mittelmaß scheint sich im Land der Tüftler und Erfinder immer mehr zu etablieren.

Und nun schickt sich auch Stiftung Warentest an, Mittelmaß als 1. Wahl zu empfehlen. Vor kurzem hat Finanztest sein Fondsrating erweitert und empfiehlt, anscheinend pauschal ohne weitere Qualitätsprüfung, Indexfonds als 1. Wahl. So findet sich zum Beispiel der iShares MSCI All Country World unter diesen Empfehlungen wieder, mit einer 5-Jahres-Performance von 12,4% und Maximalverlust von -14 Prozent. Am Ende findet man mit einer Durchschnittsbewertung mit 3 von 5 Punkten den ehemals sehr beliebten DWS Vermögensbildung I wieder, mit einer besseren Wertentwicklung von 12,7% und maximalen Verlust von -14 Prozent, d.h. mit leicht besseren Zahlen gibt es eine deutlich schlechtere Bewertung. Wie passt das zusammen? Noch krasser beim Allianz Interglobal, der mit 13,6% eine deutlich bessere Wertentwicklung über 5 Jahre schafft, aber dennoch nur die durchschnittliche Bewertung mit 3 Punkten bekommt. Der deutlich schlechtere o.g. erwähnte iShares ACWI bekommt hingegen die Bewertung 1. Wahl, also quasi 5 Punkte mit Sternchen, obwohl nach den Zahlen auch nur 3 Punkte real wären. Da stimmt ja wohl etwas nicht !

Hinzu kommt, dass die Indexfonds auf den MSCI World bzw. ACWI sieben Unternehmen beinhalten, die Kriegswaffen herstellen, manche stehen sogar unter Verdacht, die weltweit geächteten Streubomben herzustellen bzw. Teile dafür zu liefern. Fonds und ETF die in solche Unternehmen investieren, können unserer Meinung nach niemals 1. Wahl sein, anscheinend wurde nicht geprüft in welche Unternehmen die ETF investiert sind.

Als Fazit bleibt festzuhalten, niemals allein auf Ratings oder Sterne verlassen, sondern immer hinterfragen und die Details prüfen.

Aktien Strategie Deutschland – die Qual der Wahl

Der DWS Aktien Strategie Deutschland gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Fonds, zuständig für den Erfolg war bis letztes Jahr Henning Gebhardt, der vor wenigen Wochen nun mit dem Berenberg Aktien Strategie Deutschland eine Wiederholung der erfolgreichen Anlagestrategie anstrebt. Eine Reaktion auf diesen neuen Fonds war die Wiederöffnung des DWS Fonds, der nun wieder bespart werden kann. Neuer Fondsmanager des DWS Aktien Strategie Deutschland ist Tim Albrecht, der auch die anderen DWS Fonds mit dem Schwerpunkt Deutschland verantwortet.
Auf welches Pferd sollen Anleger nun setzten, den bekannten DWS Fonds mit neuem Manager, oder den neuen Berenberg Fonds mit dem erfolgreichen Fondsmanager?

Vom Anlageschwerpunkt sind beide sehr ähnlich, Schwerpunkt deutsche Standardwerte ergänzt um wachstumsstarke mittelgroße Werte.
Die größten Werte im DWS Fonds lauten SAP, Allianz, Fresenius, Telekom, Deutsche Post. Die größten Werte beim Berenberg Fonds lauten Allianz, SAP, Siemens, Bayer und Adidas.
Schwerpunkt beim DWS Fonds bilden derzeit die IT und Industriewerte, bei Berenberg sind Industrie und Finanzen die Favoriten.
Von den Kosten sind beide mit 1,45% bzw. 1,5% recht nah beieinander. Das Fondsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro beim DWS Fonds könnte diesen bei der Auswahl von kleineren wachsumsstarken Aktien benachteiligen, da bei einigen Werten möglicherweise nicht genügend Liquidität an den Börsen vorhanden ist. Dieses Problem hat der mit gerade mal 30 Millionen Euro große Berenberg Fonds derzeit noch nicht, Henning Gebhardt kann hier also zeigen ob er weiterhin ein glückliches Händchen besitzt.

Fazit: wer in deutsche Aktien investieren möchten, dürfte mit beiden Fonds eine gute Wahl treffen. Wer den DWS Fonds bereits im Portfolio hat, sollte dabei bleiben, das Konzept stimmt.
Wer neu investieren möchte, sollte sich den Berenberg Fonds näher anschauen, da er als „kleines Schnellboot“ etwas flexibler agieren kann.

Neu: Deutschlandfonds24 – die digitale papierlose Depoteröffnung.

Deutschlandfonds24

Nicht zuletzt wegen der staatlichen (Über)Regulierung müssen wegen des bürokratischen Papierkrams tausende Bäume unnütz gefällt werden.
Nun ist es uns gelungen mit unserer Partnerbank FFB zumindest die Depoteröffnung digital und papierlos zu gestalten und somit die Depoteröffnung auch über Tablet oder Smartphone zu ermöglichen.
Auch der Legitimationsvorgang kann via Video-Ident voll elektronisch erfolgen.

Damit sind wir in Deutschland einer der digitalen Vorreiter. Dies gilt auch für die Konditionen. Mehr als 8000 Fonds können mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag erworben werden, bei Einmalanlagen ist dies ab 500,-Euro möglich, bei Sparplänen ab 25,-Euro, selbstverständlich komplett online.

Zudem haben wir für Euch zum Start noch ein besonderes Bonbon, die Depotgebühr der FFB von 40,-Euro wird von uns übernommen, so dass euer neues Online-Depot kostenfrei geführt wird.

Neben dem normalen Online-Zugang könnt ihr euch über euer Fondsdepot auch über die Smartphone-App für Android oder iOS auf dem laufenden halten.

http://www.deutschlandfonds24.de

Attraktive Rendite mit Laufzeitfonds

Auch wenn die aktuellen Zinsen bereits leicht gestiegen sind, wirklich attraktiv für Sparer sind sie noch lange nicht, vor allem weil parallel dazu die Inflation steigt.
Ein anderes Problem ist, wenn die Zinsen steigen fallen gleichzeitig die Kurse von Anleihen. Wenn der Anlagehorizont und der Rückzahlungszeitpunkt der Anleihe übereinstimmen, dann ist das kein Problem. Vor diesem Hintergrund bieten sich sogenannte Laufzeitfonds an, die optimiert auf den Zielzeitpunkt hin gemanagt werden.
So lässt sich die Rendite schon beim Fondskauf annähernd ermitteln. Beim Oddo Haut Rendement 2023 lässt sich so bei einer sechsjährigen Restlaufzeit eine Rendite von 3,7% p.a. erzielen, vorausgesetzt man hält ihn bis zum Endzeitpunkt. Im aktuellen Zinsumfeld klingt das nach einer attraktiven Rendite.
Wie der Fonds funktioniert wird im folgenden Video gezeigt.

Dänische Pfandbriefe – gute Rendite bei wenig Risiko

Im bereits länger anhaltenden Niedrigzinsumfeld gibt es nur wenige Anlagealternativen, die einerseits einen attraktiven Zins und andererseits eine hohe Sicherheit bieten.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten Investmentfonds, die in dänische Pfandbriefe investieren. Der dänische Pfandbriefmarkt ist hoch liquide und streng reguliert, dänische Pfandbriefe haben ein AAA-Rating, das für höchste Sicherheit steht. Seit über 200 Jahren hat es keinen Ausfall bei dänischen Pfandbriefen gegeben.
Die Verzinsung hingegen entspricht Anleihen mit einer mittleren Bonität, derzeit beträgt der Renditeaufschlag gegenüber deutschen Staatsanleihen rd.  200 Basispunkten. Nun gibt es an den Finanzmärkten nichts umsonst, Grund für die höhere Verzinsung ist das Kündigungsrecht des Schuldners.
Dänemarks Volkswirtschaft ist stabil und das Land gehört weltweit zu den lebenswertesten Ländern. Die Dänische Krone ist eng an den Euro gekoppelt, so dass große Währungsschwankungen ausbleiben sollten, tendenziell gibt es eher Aufwertungsdruck, so dass unter Umständen sogar Währungsgewinne möglich sind.
Momentan können vier Pfandbrieffonds geordert werden, den Danske Danish Mortgage Bond, den Nordea Danish Mortgage Bond, den SEB Fund Danish Mortgage Bond und den noch recht jungen Monega Dänische Covered Bonds.

3,375% Zinsen von der Deutschen Pfandbriefbank pbb.

3,375% Zinsen von der Deutschen Pfandbriefbank pbb.

Lukrative Zinsangebote zu finden ist gar nicht so leicht. Noch bis zum 19. Mai 2017 kann die Nachranganleihe der Deutschen Pfandbriefbank pbb zum Ausgabepreis 100,0% gezeichnet werden, danach über die gängigen Börsenplätze gehandelt werden. Durch die geringe Stückelung von 1000,-Euro ist die Anleihe auch für Privatanleger zugänglich.

Die Laufzeit beträgt 10 Jahre, durch den Börsenhandel ist aber idR jederzeit ein Verkauf zum Börsenkurs möglich, falls das Geld eher zurück benötigt wird. Der Zinssatz liegt bei 3,375% p.a., zum Vergleich die Dividendenrendite der pbb liegt mit rd. 4% etwas darüber.

Da die Anleihe Nachrangcharakter hat, spielen die wirtschaftlichen Daten der Bank auch eine große Rolle und man muss diese immer Blick behalten.
Aktuell läuft es gut für die Bank, die harte Kernkapitalquote liegt über der vergleichbarer Banken, was nicht zuletzt auch an staatlicher Unterstützung in Folge der Finanzkrise liegt,  der Staat ist mit rd. 20% an der Deutschen Pfandbriefbank pbb beteiligt. Die Bank ist im Index für mittelgroße Unternehmen MDAX gelistet.

Informationen zur Emission und ein kurzes Infoblatt und der Prospekt ist u.a. auf der Webseite der Börse Stuttgart zu finden.

 

Disclaimer: Dies dient lediglich der Information und ist keine Aufforderung zum Kauf der besprochenen Wertpapiere. Bitte informiert euch immer vorab über die Chancen und Risiken der Geldanlage und ob die Anlage zu euren persönlichen individuellen Anlagezielen und Anlegermentalität passt. Eine Haftung wird nicht übernommen.

Acatis bringt Fonds mit KI künstlicher Intelligenz.

Acatis bringt Fonds mit KI künstlicher Intelligenz.

Bislang kannte man die Fondsboutique Acatis und Hendrik Leber, Fondsmanager des Jahres lt. Zeitschrift Euro, vor allem für seinen wertorientierten Ansatz, der sogenannten Value-Strategie
nach Benjamin Graham, wie sie auch von Starinvestor Warren Buffett verfolgt wird.

Nun hat Acatis einen Fonds hervorgebracht -den Bayerninvest Acatis KI Aktien Global– der auf Basis von künstlicher Intelligenz gesteuert wird.
Auf Basis einer Unternehmensdatenbank, die Daten von mehr als 4000 Unternehmen weltweit seit 1986 enthält, werden so 50 Aktien auf Basis von 696 Inputfaktoren ausgewählt, die ein Mensch kaum überblicken könnte.
Das Quantenstein System erkennt eigenständig Verknüpfungen in mehreren Dimensionen und entwickelt sich selbständig ständig weiter. Zweimal jährlich erfolgt ein Rebalancing der Aktien. Ziel ist es bei vergleichbarer Volatilität den Weltaktienindex um 3 Prozentpunkte zu schlagen.

Aktuell kommen rd. drei Viertel der Aktien aus den USA, größte Werte sind Spark New Zealand, Thomson Reuters, Ebix, BCE und Nestle.
Momentan beträgt die Mindestanlage noch 50000,-Euro.

Wer nicht ganz so viel investieren möchte, kann sich auch den Acatis Global Value Total Return UI näher anschauen. Die Aktienvorauswahl erfolgt hier ebenfalls mit Hilfe künstlicher Intelligenz, anschließend wird durch den Fondsmanager der klassische Value-Filter angewandt.

Monatsbericht Acatis

InvestmentsteuerReform 2018 kompakt Broschüre

InvestmentSteuerReform 2018 kompakt.

Zusammen mit dem Fondsverband BVI und Fonds professionell haben wir für euch eine Broschüre herausgegeben, die die wichtigsten Änderungen und Fragen der InvestmentSteuerreform in kompakter Form beleuchtet.

Durch die neue Fondsbesteuerung werden leider Kleinanleger benachteiligt die ihren Freistellungsauftrag bislang nicht ausgeschöpft haben.
Ebenso hebelt das Finanzministerium mit einem Trick den Bestandsschutz für vor 2009 gekaufte Fonds aus, und besteuert künftig auch bislang steuerfreie Kursgewinne, die ab 2018 anfallen.

Man darf gespannt sein, ob denn das mögliche Chaos bei all den fiktiven Besteuerungen, Vorabpauschalen und Anrechnungen beherrschbar bleibt, oder ob Steuerberater eine Sonderkonjunktur erleben.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

Allianz Global Artificial Intelligence

Allianz Global Artificial Intelligence: Die Allianz lanciert in Europa den ersten Fonds, der sich auf Unternehmen konzentriert, die sich mit künstlicher Intelligenz und Automatisierung beschäftigen.

Robotik-Fonds gibt es bereits einige, nun macht sich auch im Segment der Automatisierung die Spezialisierung breit.
Der Allianz Global Artificial Intelligence Fund wurde zusammen zusammen mit Sumitomo Mitsui Asset Management und Nikko aufgelegt. Gemanagt wird der Fonds von Sebastian Thomas, dem Leiter des US-Technologie-Researchs bei Allianz Global Investors in San Francisco, und vier weiteren Portfoliomanagern.

Künstliche Intelligenz gilt als einer der wachstumsstärksten Technologiebereiche überhaupt. Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) erlebt dank Clouds, Smartphones und den dadurch angestiegenen Rechner- und Speicherkapazitäten einen Evolutionssprung. So ist der Markt für Künstliche Intelligenz als Folge des großen Potenzials in den letzten Jahren stark gewachsen – und hat auch für die Zukunft außerordentliche Wachstumsaussichten. Unternehmensberatungen gehen davon aus, dass der Bereich 2025 etwa 50 Mal größer ist als derzeit. Mithilfe der neuen Technologien soll es ebenfalls möglich sein, das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern bis 2035 zu verdoppeln.

Der Fondsmanager konzentriert sich jedoch nicht nur auf den IT-Bereich, sondern bezieht auch Werte aus den Branchen wie Autos, Gesundheit und Direktmarketing mit ein. Bis auf wenige Ausnahmen stammen viele Titel aus den USA. Aufgrund des aktiven Vorgehens dürfte der Tracking Error mit sechs bis zwölf Prozent sehr hoch sein. Dafür will der Fondsmanager den MSCI World IT Index auch langfristig um drei bis sechs Prozentpunkte
pro Jahr schlagen.

Fazit: Künstliche Intelligenz ist ein interessantes Segment. Das Risiko des Fonds ist hoch. Daher nur als Beimischung geeignet.

Allianz Global Artificial Intelligence Fund Webseite

Crosslane Student Real Estate Fund

Neuer offener Immobilienfonds mit interessanten Ansatz.
Der Crosslane Student Real Estate Fonds (A2AGN3) zielt darauf ab, in hochwertige, moderne Studentenwohnungen zu investieren.
Die Immobilien sollen nicht weit entfernt sowohl von der Universität als auch von lokalen Einrichtungen wie Bars, Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sein.
Das erleichtert das Studentenleben und macht es lebenswerter, was wiederum das Produkt attraktiver macht.
Dies wiederum zieht eine höhere Auslastung und bessere Renditen für Investoren nach sich.
Crosslane verfügt über viele Jahre Erfahrung bei Kauf, Entwicklung und Betreiben von zweckgerichteten Studentenwohnheimen und hat in der Vergangenheit
gute Renditen für die Anleger erzielen können.
Wir finden der Fonds ist eine interessante Alternative unter den offenen Immobilienfonds OIF, die sonst überwiegend in konjunktursensible Gewerbeimmobilien investieren.
Zu beachten ist die bei OIF gesetzlich vorgeschriebene 24 monatige Mindesthaltedauer.
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