Erster ETF wird 50.

Vanguard startete 1976 mit dem ersten für Privatanleger zugänglichen passiven Indexfonds, oder kurz ETF. Vanguard wurde 1975 von John C. „Jack“ Bogle in den USA gegründet.

Bogle griff die Idee aus seiner Princeton-Abschlussarbeit auf und gründete am 31. August 1976 den First Index Investment Trust, der den S&P-500-Index, die 500 größten amerikanischen Unternehmen, nachbildete. Der Fonds hatte ursprünglich mit einem Ausgabeaufschlag von bis zu 6 Prozent. Bogles Ziel war es, zunächst 150 Millionen US-Dollar einzunehmen, doch der Börsengang brachte lediglich 11,3 Millionen US-Dollar. Tatsächlich reichten die Mittel nicht aus, um alle 500 Aktien des Index zu erwerben, lediglich 280 wurden gekauft. Bogle bezeichnete das als „völligen Reinfall“, während die Branche es als „Bogles Torheit“ und die Indexanlage als „unamerikanisch“ abtat. Heute ist der erste Vanguard Indexfonds 1,7 Billionen US-Dollar schwer. Ein Anleger der ersten Stunde konnte aus einer Anlagesumme von bspw. 15.000 US-Dollar inzwischen ein Vermögen von 3,6 Millionen machen.

Was einst holprig begann, ist heute zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Indexfonds und ETF sind heute im Vermögensmanagement nicht mehr wegzudenken. Die Einfachheit und niedrige Kosten machen es zur beliebten Anlage für größere und kleinere Anleger.

(Quellen: Morningstar, Vanguard, Bild: Adobe Stock ilike)